10.04.2024

Nachhaltige Mobilität in Wohnbauprojekten verbessert die Lebensqualität

In einer Welt, die sich zunehmend den Herausforderungen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung gegenübersieht, gewinnt nachhaltige Mobilität in Wohnbauprojekten immer mehr an Bedeutung. Die Integration von umweltfreundlichen Verkehrskonzepten in Wohngebieten hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt; sie trägt auch maßgeblich bei zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner.

Was versteht man unter nachhaltiger Mobilität?

Nachhaltige Mobilität bezieht sich auf Verkehrssysteme und -dienstleistungen, die die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigen, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Sie berücksichtigt ökologische, soziale und ökonomische Aspekte und strebt eine umweltverträgliche, wirtschaftlich effiziente und sozial gerechte Mobilität an.

Mehrere Studien zu intelligenter Mobilität weisen den Weg

Eine Studie von Elsevier (ein ursprünglich niederländischer Wissenschaftsverlag für wissenschaftliche Zeitschriften und Fachbücher) mit dem Titel “Sustainable Transportation and Smart Mobility in Sustainable Cities” schätzt die CO2-Emissionen für verschiedene mögliche Entwicklungsszenarien exemplarisch anhand der Entwicklung des Warschauer Verkehrssystems bis 2050 auf Basis des FITS-Modells (For Future Inland Transport Systems) der Vereinten Nationen.

Die Studie analysiert u. a. die Auswirkungen von Smart-City-Elementen wie Elektroautos, integrierte Verkehrsmittel, intelligente Steuerung der Verkehrsflüsse auf die mögliche Reduktion von CO2-Emissionen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Erreichung der im Verkehrsweißbuch der Europäischen Union aus dem Jahr 2011 festgelegten Reduktionsziele eine immense Herausforderung ist und eine tiefgreifende Umgestaltung des gesamten Verkehrs- und Energiesektors erfordert.

Die Studie bestätigt aber auch, dass Smart-City-Lösungen eine entscheidende Rolle spielen. Die Schlussfolgerungen liefern wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung einer Smart Mobility Governance:

1) Integration verschiedener Verkehrsträger

Eine effektive nachhaltige Verkehrslösung erfordert grundsätzlich die Integration verschiedener Transportmittel, wie z.B. öffentlicher Nahverkehr, Fahrräder, Fußgängerwege und Carsharing in einem Gesamtkonzept.

2) Nutzung innovativer Technologien

Für die Entwicklung smarter Mobilitätslösungen haben Technologie und Datenanalyse größte Bedeutung – wie die Implementierung von intelligenten Verkehrsmanagementsystemen oder die gezielte Förderung von Elektrofahrzeugen inklusive Aufbau der Ladeinfrastruktur.

3) Es geht nur gemeinsam

Alle Beteiligten – die Akteure aus Unternehmen, Kommunen und Zivilgesellschaft – müssen kooperieren und in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dazu müssen entsprechende Entscheidungsstrukturen aufgebaut werden, die es auf lokaler Ebene noch nicht gibt.

Zusammenfassend kann man also feststellen, dass der Weg zu einem nachhaltigen urbanen Verkehrssystem eine ganzheitliche und partizipative Planung erfordert, die langfristig angelegt ist. Alle müssen an einen Tisch: Stadtplaner, Immobilienentwickler, Verkehrsexperten, Verkehrsforscher, die Politik auf allen Ebenen und die Mobilitätsanbieter, die attraktive Lösungen entwickeln und bereitstellen können. Und: Es muss an vielen Fronten angesetzt werden. Die Schaffung neuer Fußgänger- und Fahrradwege, und der Ausbau öffentlicher Verkehrsmitteln gehören genauso dazu wie die Verwirklichung von Carsharing- und Fahrgemeinschaftsprogrammen.

Die Forderungen an die Politik, die sich daraus ergeben liegen auf der Hand: Wesentliche höhere Investitionen in die Infrastruktur, gezielte Förderung von Forschung sowie eine von der Bevölkerung akzeptierte Mischung aus gesetzlicher Regulierung und Schaffung von Anreizen in den urbanen Lebensräumen.

Ökologische Nachhaltigkeit bringt auch mehr Lebensqualität

Bei allen Bemühungen geht es nicht nur um Ökologie, sondern auch um die Verbesserung der urbanen Lebensqualität. Eine Studie von MDPI (größter Herausgeber von wissenschaftlichen Open-Access Fachzeitschriften mit Sitz in Basel) mit dem Titel “The Impact of Sustainable Transportation on Quality of Life in Cities” untersucht die Zusammenhänge zwischen nachhaltiger Mobilität und der Lebensqualität in städtischen Gebieten.

Der Denkansatz der Studie: Seit Jahrzehnten verbindet das Transportwesen alle zentralen Aspekten des Lebens auf der ganzen Welt. Die Erhaltung der Umwelt, das soziale Wohlergehen und die wirtschaftliche Entwicklung hängen unmittelbar von den Transportsystemen ab. Sichere, saubere, nachhaltige und gerechte Verkehrssysteme tragen dazu bei, dass Länder, insbesondere Städte und Ballungszentren, florieren. Der gegenwärtige Status quo liefert jedoch ein konträres Bild:

Die existierenden Verkehrssysteme in den meisten Städten und großräumigen Einzugsgebieten sind alles andere als nachhaltig. Einige dieser Transportsysteme stellen sogar eine Bedrohung dar für die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte künftiger Generationen. Staus, Abgase, Lärm, Hitze: Manche Städte stehen kurz vor dem Verkehrskollaps.

Die MDPI Studie kommt wie auch die Elesevier-Studie zum Ergebnis, dass man hier größer denken muss, wen man vorankommen will: Die Veränderung der Transporttrends erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

Die Studie zeigt auch, wie eine umweltfreundliche Verkehrspolitik letztlich die Lebenszufriedenheit der Bewohner verbessert. Deshalb wird umweltfreundlichen Transportmitteln wie Elektrofahrzeugen, und Fahrrädern eine herausragende Bedeutung zuerkannt.

Die konkrete Umsetzung von städtischen Mobilitätsprojekten hinkt den Zielen hinterher.

Wie steht es aktuell mit der Umsetzung? An dieser Stelle sei eine dritte Studie genannt: “Sustainable Mobility and Smart Cities” (Springer Verlag, 2023) zeigt ebenso wie die beiden vorgenannten Studien auf, wie bedeutsam eine integrative und kooperative Planung von Verkehrs- und Wohnprojekten für die nachhaltige Mobilität ist.

Die Springer-Studie kommt zum Ergebnis, dass die Reduzierung der Nutzung von Autos unumgänglich ist, um den Umweltdruck auf die Gesellschaft zu reduzieren und damit einen erfolgreichen Übergang in eine nachhaltige städtische Zukunft zu ermöglichen.

Die Studie stellt fest, dass sich die gegenwärtige Forschung zwar viel mit innovativen Technologie- und Geschäftsmodellen beschäftigt – und andererseits viel zu wenig mit der notwendigen Herbeiführung von Verhaltensänderungen der Bewohner, die aber von entscheidender Bedeutung sind, wenn eine Verkehrswende gelingen soll.

Welche Rolle kann Carsharing in diesem Zusammenhang spielen?

Ein Teil der Lösung und wichtiger Baustein in zukünftigen Verkehrskonzepten ist die vermehrte Umsetzung von Carsharing – ganz besonders da, wo Menschen zu Hause sind: in Wohnbauprojekten. Damit verbunden sind nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern – wie bei kaum einer anderen Maßnahme – eine bedeutende Verbesserung Lebensqualität der einzelnen Bewohner.

Denn die effektivere Nutzung von weniger Fahrzeugen durch mehr Nutzer wirkt sich konkret auf den Geldbeutel jedes Fahrzeugnutzers aus. Man teilt sich den immer teuer werden Unterhalt von Fahrzeugen und nutzt spezialisierte Dienstleister, die sich einfach um alles kümmern: Beschaffung, Unterhalt, bis hin zu Schadensabwicklung, Reparatur und laufender Modernisierung des Fuhrparks.

Carsharing spielt bei der Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zentrale Rolle: Alternativen wie das Fahrrad für kürzere Strecken oder die vermehrte Nutzung des ÖPNV für Mittelstrecken werden umso attraktiver, je mehr das „eigene Auto“ an Bedeutung verliert und die Entscheidung für eine Autofahrt bewusster getroffen wird – wie dies beim Carsharing der Fall ist.

Damit verbunden ist Gewinn an Zeit für die Verkehrsteilnehmer und damit auch an Lebensqualität. Fazit: Carsharing ist eine innovative urbane Mobilitätslösung, die sehr schnell und sehr wirksam die Lebensqualität einzelner Stadtbewohner verbessert und positive Auswirkungen auf die Änderung von Mobilitätsgewohnheiten hat.

Herausforderungen für eine nachhaltige Mobilität in Wohnbauprojekten

Wie die Springer-Studie zeigt, gibt es großen Nachholbedarf bei der Umsetzung intelligenter Mobilitätsmaßnahmen, die so attraktiv sind, dass sie von den Bewohnern auch bereitwillig genutzt werden.

Für eine zielführende Umsetzung gilt es deshalb, die Voraussetzung für mehr Akzeptanz in den Wohnquartieren zu schaffen: Dazu gehört die Bereitstellung einer modernen Verkehrsinfrastruktur inklusive Ladestationen für E-Autos, die Schaffung von Carsharing Stellplätzen, die Bereitstellung einfach zu bedienender Buchungs- und Bezahlungssysteme. Nur so gelingt die Änderung tradierter Gewohnheiten bei den Bewohnern (Verzicht auf das eigene Auto vor der Haustür). Dazu gehört auch eine flexible Stadtplanungspolitik und die Durchführung von Informationskampagnen.

Die Lösungen stehen bereit:
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Als führender B2B-Anbieter für innovative Mobilitätslösungen bietet mikar maßgeschneiderte und bewährte Carsharing-Konzepte für Wohnbauunternehmen an. Das mikar Konzept setzt bereits bei der Planung an. Mit der Erstellung eines Mobilitätskonzepts als Bestandteil des Bauantrags unterstützen wir Projektentwickler bereits in der Planungs- und Genehmigungsphase, um die Integration von Mobilität von Anfang an auf den richtigen Weg bringen. Als etablierter Carsharer stellen wir eine am Bedarf und an den Bedürfnissen der Bewohner ausgerichtete Fahrzeugflotte bereit – inklusive einer Buchungs- und Abrechnungsplattform per App. Das Fahrzeugangebot reicht vom wendigen Stadtflitzer bis zum komfortablen Kleinbus. Auch die laufende Betreuung des Fuhrparks und das Flottenmanagement übernimmt mikar auf Wunsch.

Quellen / weiterführende Literatur:

“Sustainable Transportation and Smart Mobility in Sustainable Cities”; Elsevier

“The Impact of Sustainable Transportation on Quality of Life in Cities”; MDPI

“Sustainable Mobility and Smart Cities”; Springer

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